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 Der verschwundene "Badeplatz" von Teplitz

Badeplatz 1840

Badeplatz 1905

Der Badeplatz mit dem Herrenhaus 1840.
Rechts die Nobelpension "Zum englischen Gruß"

Ostseite des Badeplatzes um 1905

Ganz rechts mit Säulen "Zum englischen Gruß"

Ich erinnere mich, dass in der deutschen Zeit des Ortes noch ein Hauch Romantik um die inzwischen in die Jahre gekommenen Häuser lag. Jedes Haus hatte seinen Namen, seine Geschichte und die Fassaden konnten unterschiedlicher nicht sein. Gemeint sind die Logier- und Bürgerhäuser, manche mit urigen Gastwirtschaften, auf der Ost und Südseite. Die Reihe der Gästewohnungen, die sich über die Seumestraße bis zum Badeplatz hinzogen, eröffnete das „Deutsche Haus“ (Sadové lázně). Ihm folgte das „Goldene Schiff“ und der „Preußische Hof". Am Ende des Badeplatzes bei der Kirchgasse, lag das Eckhaus „Zur Goldenen Taube“. Die schönste Seite des Platzes besteht hauptsächlich aus dem „Herrenhaus“. Wir lernen es noch kennen. Es gehört zum jetzigen „Komplex Beethoven“. 
Beginnen wir mit der Beschreibung auf der Ostseite, (schräg gegenüber dem „Herrenhaus“). Zuvorderst gab es das einstöckige Haus „Goldenes Rad“. Daneben stand das prächtig ausgestattete, hohe Gebäude „Zum Englischen Gruß“. Der Schwedische König Gustav IV hat 1804 hier logiert. Unten befand sich ein Geschäft und oben ein angesehenes Restaurant. Es soll für sein angenehm kühles und in Kellern unterhalb der Königshöhe gut gelagertes Bier, weit bekannt gewesen sein. Das Nebengebäude, eine Gästelogis, hieß „Zu den drei Äpfeln“. Die im Haus befindliche, gemütliche Weinstube „Schäck“ wurde gern besucht. Berühmtheiten wie der Großherzog Karl August von Weimar haben hier gewohnt.
Jetzt schauen wir zur Südseite. Hier standen die Häuser „Goldener Löwe“ und „Goldene Taube“. Beide beherbergten hauptsächlich Badegäste und waren wegen ihrer günstigen Lage stets ausgebucht. Man bevorzugte eben die Nähe zu den Badeeinrichtungen und zum Stadtzentrum.

Kommen wir zur schon erwähnten schönsten Seite des Badeplatzes. Die eindrucksvollen, großen Gebäude sind durch verschiedene Teplitzer Herrschaften errichtet bzw. umgebaut worden. Sie stehen hier und heute noch in einigermaßen unveränderter Form. In Richtung Badegasse sehen wir ein Doppelhaus, entstanden durch die Vereinigung des „Gürtler“- und des „Fürstenbades“. Im 17. Jh. badete hier die Familie des sächsischen Kurfürsten. Der Name „Kurfürsten“- oder „Fürstenbad“ ist so entstanden. Das heutige Aussehen stammt von einem Umbau anno 1830. 
Auffallend groß und prächtig positioniert sich auf unserem Platz das „Herrenhaus“. Es entstand zu Beginn des 18.Jh. und wurde 1825 von Johann Nepomuk Fürst Clary zu diesem schönen Haus mit Palastcharakter umgebaut. Eine Inschrift und das Clary’sche Wappen am Dachfries weisen noch heute darauf hin. Die Fürstenfamilien Clary-Aldringen betrieben das vornehme Gebäude stets als Gästehaus für bedeutende Gesellschaftsschichten aller Couleur, wenn diese nicht gar im Schloss Quartier machten. Es waren eben Zeiten, wo man Teplitz noch ob seiner Bekanntheit, seiner Heilerfolge und vor allem wegen seiner reichen, schöne
Nach dem Abriss mit Grünzonen und bedeutenden Besucher den "Salon Europas" nannte.

 

Nach 1945 wurde die gesamte, mit den historischen Häusern bestandene Süd- und Ostseite des Badeplatzes niedergerissen. Jetzt blickt man auf die Kolostug-Türmchen und die Königshöhe. Der „kleine historische Stadtführer“ rühmt stolz die sogenannte „großartige Grünzone“, welche zwischen Schlossgarten und Kurgarten entstanden ist. Ich meine, man sollte nicht kaschieren, sondern zugeben, dass ohne Rücksicht auf die bedeutende Vergangenheit der Stadt, Unwiederbringliches zerstört wurde.

Farbfoto: Rudolf Reichelt 2003

 

 

 

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An alle Landsleute aus Teplitz-Schönau und den Orten der Umgebung. An alle Interessierten und Kenner!

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Wer das Büchlein erwerben möchte, den bitte ich um folgende Kontaktaufnahme:
E-Mail: teplitz@web.de  oder  Tel./Fax (0361)  2 11 23 07
Fragen zum Bezug dieser kleinen "Erinnerungswerke" werden gern beantwortet.